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SPiel mit Picasso

SelbstPildnisse

Ein Mathematisches LaPirinth


Christian Rieger


http://www.pirabel.de
Copyright by C.Rieger; Alle Rechte vorbehalten
Apple Macintosh/iMac/ClarisWorks; 1999-2000

 

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Inhalt

  1. World Mathematical Year 2000
  2. 1999 - Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) und die Mathematik
  3. 1999 - Erich Kästner (1899-1974) und die Mathematik
  4. 1999 - Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) und die Mathematik
  5. Mathematische Pilder
  6. Mathematische Briefmarken
  7. Buch-Tips
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WORLD MATHEMATICAL YEAR 2000

Mathematiker aller Länder vereinigt euch!

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1999 - Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) und die Mathematik

"Allgemein ist jedoch festzustellen, dass in der Erforschung von Goethes Verhältnis zur Mathematik Aphorismen und Witzeleien allzu häufig an die Stelle sachlich-kritischer und wissenschaftlicher Bewertung und Beurteilung getreten sind."
[Dyck: Goethes Verhältnis zur Mathematik, S. 51]

Einige Goethe-Worte:

"Die Mathematiker sind eine Art von Franzosen:
Redet man zu ihnen, so übersetzen sie es in ihre Sprache,
und dann ist es alsbald etwas anderes."

"Mit Mathematikern ist kein heiteres Verhältnis zu gewinnen."

"Das ist eine von den alten Sünden; sie meinen: Rechnen, das sei Erfinden."

"Die Mathematik vermag kein Vorurteil wegzuheben, sie kann den Eigensinn nicht lindern,
den Parteigeist nicht beschwichtigen; nichts von allem Sittlichen vermag sie."

"Die Zahlen sind, wie unsere armen Worte, nur Versuche, die Erscheinungen zu fassen
und auszudrücken, ewig unzureichende Annäherungen."

"Man fühlt sich wie in ägyptischen Gräbern. Die Phänomene sind ausgeweidet
und mit Zahlen und Zeichen einbalsamiert."

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"Ich hörte mich anklagen, als sei ich ein Widersacher,
ein Feind der Mathematik überhaupt,
die doch Niemand höher schätzen kann als ich,
da sie gerade das leistet, was mir zu bewirken völlig versagt worden." (1826)

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"Ich bin auf Wort, Sprache und Bild im eigentlichsten Sinne angewiesen
und völlig unfähig durch Zeichen und Zahlen,
mit welchen sich höchst begabte Geister leicht verständigen,
auf irgend eine Weise zu operieren." (1826)

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"Doch erst zur Tat erregt den tiefsten Sinn
Geometrie, die Allbeherrscherin:
Sie schaut das All durch ein Gesetz belebt,
Sie mißt den Raum und was im Raume schwebt;
Sie regelt streng die Kreise der Natur,
Hiernach die Pulse deiner Taschenuhr;
Sie öffnet geistig grenzenlosen Kreis
Der Menschenhände kümmerlichstem Fleiß." (1828)

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1999 - Erich Kästner (1899-1974) und die Mathematik

Sie wissen ganz genau, daß Kreise rund sind
und Invalidenbeine nur aus Holz.
Sie sprechen fließend, und aus diesem Grund sind
sie Tag und Nacht - auch Sonntags - auf sich stolz.
In ihren Händen wird aus allem Ware.
In ihrer Seele brennt elektrisch Licht.
Sie messen auch das Unberechenbare.
Was sich nicht zählen läßt, das gibt es nicht! (1929)

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Kleine Rechenaufgabe

Allein ging jedem alles schief.
Da packte sie die Wut.
Sie bildeten ein Kollektiv
und glaubten, nun sei's gut.
Sie blinzelten mit viel Geduld
der Zukunft ins Gesicht.
Es blieb, wie's war. Was war dran schuld?
Die Rechnung stimmte nicht.
Addiert die Null zehntausendmal!
Rechnet's nur gründlich aus!
Multipliziert's! Mit jeder Zahl!
Steht Kopf! Es bleibt euch keine Wahl:
Zum Schluss kommt Null heraus.

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Niedere Mathematik

Ist die Bosheit häufiger
oder die Dummheit geläufiger?
Mir sagte ein Kenner
menschlicher Fehler
folgenden Spruch:
"Das eine ist ein Zähler,
das andere Nenner,
das Ganze - ein Bruch!"

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Sport Anno 1960

Meldung vom Wettlauf durch die Lübecker Schweiz:
"Die Läufer trainieren täglich zehn Stunden.
Sie brauchen für 100 Meter zirka minus 14 Sekunden.
Die Spitzengruppe ist heute morgen bereits
im Jahre 1920 verschwunden!" [1936]

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1999 - Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) und die Mathematik

"Es gibt so genannte Mathematiker, die sich gerne ebenso für Gesandte
der Weisheit gehalten wissen möchten als manche Theologen für Gesandte Gottes,
und ebenso das Volk mit algebraischem Geschwätz, das sie Mathematik nennen,
als jene mit Kauderwelsch hintergehen, dem sie den Namen biblisch beilegen."

"Die so genannten Mathematiker von Profession haben sich,
auf die Unmündigkeit der übrigen Menschen gestützt,
einen Kredit von Tiefsinn erworben,
der viel Ähnlichkeit mit dem vom Heiligen hat,
den die Theologen für sich haben."

"Ich glaube ..., dass es im strengsten Verstand, für den Menschen nur eine
einzige Wissenschaft gibt, und diese ist reine Mathematik.
Hierzu bedürfen wir nichts weiter als unseren Geist."


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Mathematische Pilder



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Buch-Tips
"Bücher lesen heißt wandern, gehen in ferne Welten,
aus den Stuben, über die Sterne."
Jean Paul

Peter Kafka: GEGEN DEN UNTERGANG
Schöpfungsprinzip und globale Beschleunigungskrise

Carl Hanser Verlag, 1994, 2. Auflage 1999; ISBN 3-446-17834-1

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Paul Hoffman: DER MANN, DER DIE ZAHLEN LIEBTE
Die erstaunliche Geschichte des Paul ERDÖS
und die Suche nach der Schönheit in der Mathematik

Ullstein, 1999; ISBN 3-550-06978-2

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anonymos: HACKER'S GUIDE
Sicherheit im Internet und im lokalen Netz

Markt&Technik, 1999; ISBN 3-8272-5460-4

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Mark Joseph: Y2K - Der letzte Tag
Der Roman der Jahrtausendwende

Knaur, 1999; ISBN 3-426-61704-8

Auszug (S. 263):
"... Das große Computersterben des 21. Jahrhunderts stand
erst am Anfang, verursacht von einem winzigen Bug.
Und folgte man der Definition der Computersprache,
dann handelte es sich strenggenommen nicht einmal um
einen richtigen Bug. Ein echter Bug war ein versehentlich
entstandener Programmierfehler. Der Millennium Bug
hingegen war eine aus finanziellen Überlegungen heraus
vorsätzlich getroffene Programmierentscheidung. 1960
kostete ein Megabyte Speicherkapazität drei Millionen
Dollar, und die Darstellung des Datums fraß Speicher-
platz. Die "Eins" und die "Neun" streichen und Geld
sparen, hieß die Devise. Das war alles. Reine Kostenrech-
nung. Beim Millennium Bug ging es von Anfang an nur
ums Geld, und auch am Ende regierte allein das Geld. Der
Bug verbrannte Bombay. Er hatte Tokio hinweggefegt.
Er hatte eine halbe Milliarde Menschen in einer eisigen
Nacht der Wärme beraubt. Und dies alles nur, weil die
Welt den amerikanischen Weg eingeschlagen hatte: heu-
te Kosten einsparen und keinen Gedanken an morgen
verschwenden. ..."

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Peter Plichta: Gottes geheime Formel
Die Entschlüsselung des Welträtsels und der Primzahlcode

Langen Müller, 1995, 3. erw. Auflage 1999; ISBN 3-7844-2749-9

Auszug (S. 159):
"Wer eine Wissenschaft wirklich gründlich erfassen will, kann dies nur
über die Beschäftigung mit der Geschichte dieser Wissenschaft erreichen."

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"Ein Mathematiker ist eine Maschine,
die Kaffee in Theoreme verwandelt"
Paul Erdös

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Es gibt keine Zufälle. Inspiration ist alles.

Last modified 2000/01/10


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