zeitspiegel time and more

„Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen,
wird nie alt werden.“   Franz Kafka (1883-1924)

1996-2012 pcs

Die fabelhafte Welt der Amélie
(Le Fabuleux Destin d’Amélie Poulain) [2001]

Frankreich/Deutschland 2001

Regie: Jean-Pierrre Jeunet.

Drehbuch: Guillaume Laurant,

Jean-Pierre Jeunet.

Darsteller: Andrey Tautou,

Mathieu Kassovitz, Rufus,

Yolande Moreau u.a.

Ausgezeichnet mit dem

Großen Preis des Inter-

nationalen Filmfestivals

Karlovy Vary

(Karlsbad, Tschechien) 2001


Amélie ist nicht ganz von dieser Welt. Aber das macht nichts, denn Amélie hat

ihre eigene, fabelhafte Welt. Amélie liebt die kleinen Dinge, die leisen Töne und

die zarten Gesten. Sie hat ein Auge für Details, die jedem anderen entgehen,

und einen Blick für magische Momente, die flüchtiger sind als ein Wimpern-

schlag. Amélie hat den Kopf in den Wolken. Aber dennoch steht sie mit beiden

Beinen auf der Erde. Vielleicht liegt das an den flachen Kieselsteinen, die sie in

ihrer Manteltasche sammelt, um sie in freien Minuten übers Wasser hüpfen zu

lassen.

Vielleicht ist es aber auch ihr Job, der sie in der Realität festhält, denn Amélie

arbeitet in einem Café in Montmartre. Eifersüchtige Liebhaber, gescheiterte

Genies, tragisch verunglückte Artisten und sehnsuchtskranke Hypochonder

bevölkern dieses skurrile kleine Universum. Sie alle tragen schwer an ihrem

Schicksal, während Amélie, die bezaubernde Kellnerin mit dem spitzbübischen

Lächeln, kleine silberne Tabletts an ihre Tische trägt und ihnen stets ihr großes

Herz serviert.

Amélie ist eine Träumerin, aber sie hat einen wachen Blick. Und als sie eines

Tages beschließt, als gute Fee in das Leben ihrer Mitmenschen einzugreifen,

weiß sie genau, was sie zu tun hat: Sie schickt einen Gartenzwerg auf

Weltreise, sie zaubert jahrzehntelang verschollene Liebesbriefe herbei, sie

versetzt erwachsene Männer in ihre Kindheit zurück, sie wird Schutz- und

Racheengel in einer Person.

Alles scheint ihr zu gelingen, aber als sie Nino, den Mann ihrer Träume, trifft,

weiß sie nicht, wie sie sich selbst zum Glück verhelfen soll. Mit tausend Dingen

bezaubert sie Nino aus der Ferne; doch mutig aus dem Schatten ihrer Fantasie

zu treten, ist ihre Sache nicht. Bis ein guter Geist ihr auf die Sprünge hilft ...

[Quelle: Filmverleih]